Warum Sie ein VPN auf Ihrem Apple TV nutzen sollten (2024)

Für einen Heimanwender gibt es vor allem einen Grund, ein VPN mit einem Apple TV zu nutzen: Viele Dienste und TV-Sendungen sind nur in ihren Herkunftsländern verfügbar, so sind Fußballspiele im Schweizer Fernsehen nur für Zuschauer in der Schweiz oder BBC-Sendungen nur in England verfügbar.

Aber auch viele Folgen von Netflix und anderen Streaming-Anbietern können Sie nur in bestimmten Ländern schauen oder sind dort gar günstiger verfügbar, so ist Netflix in der Türkei etwa um ein Vielfaches preiswerter als in Deutschland. Auch Dienste wie die Adobe Cloud sind in Ländern wie der Türkei günstiger.

Mit einem VPN-Dienst können Sie Ihren Standort im Internet frei wählen und auf diese Weise einen Standort im Sendegebiet vortäuschen. (Hinweis: Aus rechtlicher Sicht ist dies nicht illegal, aber meistens ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der Anbieter.)

Mit dem neuen Apple TV-System tvOS 17 hat Apple erstmals die Unterstützung von VPN ins System integriert, wie schon für macOS und iOS. Gedacht ist dies unter anderem für Firmen und Schulen, die in Ihren Netzen VPN nutzen. Dadurch wurde es aber auch Anbietern von VPN-Diensten wie Cyberghost, NordVPN oder hide.me möglich, eigene VPN-Apps für das Apple TV anzubieten. Wir haben uns diese Angebote näher angesehen und nennen aber auch einige Alternativen.

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Warum Sie ein VPN auf Ihrem Apple TV nutzen sollten (1)

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Unseren Übersichtsartikel zum Thema VPN-Dienste lesen Sie hier

VPN als Apple-TV-App nutzen

Wie erwähnt, gibt es mit tvOS 17 erstmals auf dem Apple TV die Technologie VPN. Eine Übersicht über die VPN-Apps finden Sie über den Apple-TV-Appstore, Sie müssen hier nur in der Suche “VPN“ eingeben.

Bereits verfügbar waren bei Redaktionsschluss Apps von Anbietern wie NordVPN, Atlas, PureVPN, SwissVPN, hide.me und IPVanish und einige weitere. Empfehlen können wir die von PC-Welt und Macwelt bereits getesteten Dienste PureVPN, IPVanish. Auf Schweizer Fernsehsender (unter anderem wegen Fußball-Übertragungen beliebt) hat sich offensichtlich der Anbieter SwissVPN spezialisiert.

Leider ist die Aktivierung eines VPN-Dienstes bei den meisten Anbietern nur mit der zusätzlichen Hilfe eines iPhones oder Macs möglich. Bei iPVanish sehen wir nach Start der App zu unserer Überraschung nur eine Anmeldeseite für die Eingabe von Benutzername und Kennwort. Diese Daten erhalten Sie aber erst nach einer Anmeldung und Registrierung des Dienstes am Mac oder iPhone.

Etwas komfortabler macht es Ihnen PureVPN, hier zeigt Ihnen die App auf dem Fernsehbildschirm immerhin einen QR-Code für die schnelle Anmeldung per iPhone.

Bei PureVPN kostet ein Jahresabo ab 40 Euro, bei IP-Vanish zahlen Sie ab 45 Euro im Jahr. Hinweis: Die Abos sind im ersten Jahr oft vergünstigt, bei der automatischen Verlängerung sind sie oft deutlich teurer. Teurer ist auch eine monatliche Abrechnung, hier sind 10 bis 12 Euro pro Monat üblich.

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Eine kostenlose App haben wir bis Redaktionsschluss nicht gefunden, sofort nutzbare Demo-Zugänge werden ebenfalls nicht geboten. Sie können bei PureVPN aber ein Abo abschließen und innerhalb der ersten sieben Tage kostenlos kündigen. Einige Anbieter bieten neben Monats- und Jahres-Abos außerdem Wochen-Abos.

Der große Vorteil dieser Apps: Sie können den VPN-Dienste am Apple TV den Dienst komfortabel ein- und ausschalten und gezielt einen Standort auswählen. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie VPN nur selten nutzen oder zwischen verschiedenen Diensten wechseln wollen. Bei manchen anderen Funktionen, etwas bei einem schnellen Game, kann ein aktiver VPN-Dienst schließlich zu verlangsamten Verbindungen führen.

Die einfachste Methode: VPN per Airplay nutzen

Eine altbekannte Methode ist da fast noch komfortabler: Statt VPN direkt mit Ihrem Apple TV zu nutzen, können Sie einen VPN-Dienst wie Cyberghost, NordVPN, Surfshark oder hide.me auf Ihrem iPhone oder Mac installieren und nutzen. Per Geoblocking geschützte Videos können Sie dann auf dem Gerät starten und per Airplay auf Ihrem Apple TV abspielen.

Der große Vorteil: Für das iPhone oder den Mac gibt es eine riesige Anzahl an VPN-Apps bzw. Anbietern. Hier finden sich auch oft günstigere Angebote wie NordVPN, Cyberghost oder Norton Secure VPN.

Auch per macOS können Sie Videos auf Ihren Apple TV streamen. Bei einem aktuellen macOS können Sie ein Video recht einfach vom Mac aus auf ein Apple TV streamen. Bei Youtube gibt es sogar die Möglichkeit Airplay direkt auszuwählen, in Ihrem Heimnetz wird Ihr Apple TV automatisch als Ziel angezeigt. Bei anderen Diensten können Sie zumindest den Bildschirm des Macs spiegeln und so auch Dienste wie Zattoo abspielen.

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Smart DNS als Alternative

Eine weitere Möglichkeit, einem Streaming-Anbieter einen anderen Standort vorzuspiegeln, nennt sich Smart DNS. Hier ändern Sie nur den sogenannten DNS-Server, den der Internetzugang nutzt. Auch hier benötigt man allerdings einen Anbieter wie NordVPN, der einen solchen Dienst anbietet. Die Nutzung ist leider nicht ganz einfach und Sie müssen den Server in den Netzwerkeinstellungen des Apple TV auswählen, was wenig komfortabel ist.

Für erfahrene Anwender kann Smart DNS aber eine interessante Alternative sein.

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VPN-Dienst über die Fritzbox nutzen

Was wie eine gute Idee klingt: Sie können einen VPN-Dienst direkt auf Ihrem Router, beispielsweise einer Fritzbox aktivieren. Der Router übernimmt dann selbstständig die Kommunikation mit dem entfernten VPN-Server, bei Apple TV und Mac ist keine Konfiguration mehr nötig. Jede Internetverbindung des Heimnetzes wird dann automatisch von dem VPN-Dienst verschlüsselt und geschützt. Sowohl die Konfiguration als auch die Nutzung sind allerdings recht umständlich.

Bei einem Router mit Unterstützung für diese Funktion müssen Sie die Benutzeroberfläche im Browser öffnen und eine Konfigurationsdatei des VPN-Dienstes importieren. Diese können Abonnenten mancher VPN-Dienste über die Webseite erstellen.

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Allerdings ist nicht nur die Einrichtung aufwendig, auch die Nutzung hat viele Nachteile. Anders als bei einer App können Sie den Dienst nicht einfach ein- und ausschalten. VPN-Dienste können aber bestimmte Webdienste behindern und verlangsamen, Sie handeln sich also viel potenziellen Ärger bei anderen Diensten ein. Auch der Wechsel zwischen mehreren Standorten ist sehr umständlich. Der VPN-Dienst Surfshark läuft auf der Fritzbox zum Beispiel sehr gut, er stellt sogar eine Anleitung für die Konfiguration einer Fritzbox bereit.

Einige Anbieter wie Cyberghost verweisen zudem auf bestimmte Spezial-Router, die VPN-Dienste nativ unterstützen. Auch diese Geräte eignen sich aber nur für erfahrene Anwender, an den Komfort von Airplay oder einer nativen Apple TV-App reicht dies nicht heran.

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Fazit

Die neuen VPN-Apps für das Apple TV sind eine interessante Bereicherung, sie lohnen sich aber nach unserer Meinung nur für häufigere Nutzung. Will man nur gelegentlich eine Fußball-Übertragung sehen oder ein Youtube-Video mit Geo-Sperre abspielen, ist der Weg über Airplay wohl oft die einfachste und günstigere Lösung.

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Insights, advice, suggestions, feedback and comments from experts

Als Experte auf dem Gebiet der VPNs kann ich Ihnen ausführliche Informationen zu den in dem Artikel erwähnten Konzepten geben.

VPN (Virtual Private Network)

Ein VPN (Virtual Private Network) ist ein Netzwerk, das eine sichere Verbindung über das Internet herstellt. Es ermöglicht Benutzern, ihre Internetverbindung zu verschlüsseln und ihren Standort zu ändern, indem es den Datenverkehr über einen entfernten Server umleitet. Dadurch können Benutzer auf Inhalte zugreifen, die normalerweise in ihrem Land nicht verfügbar sind, und ihre Online-Privatsphäre schützen.

Geo-Blocking

Geo-Blocking ist eine Technologie, die verwendet wird, um den Zugriff auf bestimmte Inhalte basierend auf dem geografischen Standort des Benutzers einzuschränken. Viele Dienste und TV-Sendungen sind nur in ihren Herkunftsländern verfügbar. Durch die Verwendung eines VPNs können Benutzer ihren Standort im Internet ändern und auf diese Weise einen Standort im Sendegebiet vortäuschen, um auf geo-blockierte Inhalte zuzugreifen.

Apple TV und VPN

Mit dem neuen Apple TV-System tvOS 17 hat Apple die Unterstützung von VPN in das System integriert. Dies ermöglicht es Benutzern, VPN-Dienste direkt auf ihrem Apple TV zu nutzen. Es gibt verschiedene VPN-Apps, die im Apple-TV-Appstore verfügbar sind, darunter NordVPN, Atlas, PureVPN, SwissVPN, hide.me und IPVanish. Diese Apps ermöglichen es Benutzern, ihren VPN-Dienst am Apple TV ein- und auszuschalten und gezielt einen Standort auszuwählen.

Alternativen zur VPN-App auf dem Apple TV

Es gibt auch alternative Möglichkeiten, ein VPN mit dem Apple TV zu nutzen. Eine Methode besteht darin, einen VPN-Dienst wie Cyberghost, NordVPN, Surfshark oder hide.me auf dem iPhone oder Mac zu installieren und zu nutzen. Benutzer können dann geschützte Videos per Airplay auf ihrem Apple TV abspielen.

Eine weitere Alternative ist die Verwendung von Smart DNS. Hier ändert man nur den DNS-Server, den der Internetzugang nutzt, um einen anderen Standort vorzuspiegeln. Diese Methode erfordert jedoch die Auswahl des Servers in den Netzwerkeinstellungen des Apple TV und ist weniger komfortabel.

VPN-Dienst über die Fritzbox nutzen

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen VPN-Dienst direkt auf dem Router, z.B. einer Fritzbox, zu aktivieren. Der Router übernimmt dann die Kommunikation mit dem entfernten VPN-Server, und keine Konfiguration auf dem Apple TV oder Mac ist erforderlich. Diese Methode erfordert jedoch eine aufwendige Einrichtung und hat einige Nachteile, wie z.B. eingeschränkte Funktionen und umständlichen Standortwechsel.

Fazit

Die neuen VPN-Apps für das Apple TV sind eine interessante Möglichkeit, um auf geo-blockierte Inhalte zuzugreifen. Sie bieten Benutzern die Möglichkeit, ihren Standort im Internet zu ändern und Inhalte aus anderen Ländern anzusehen. Es gibt auch alternative Methoden, wie die Nutzung eines VPN-Dienstes auf dem iPhone oder Mac oder die Verwendung von Smart DNS. Die Wahl der Methode hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Benutzers ab.

Bitte beachten Sie, dass das Umgehen von Geo-Blocking möglicherweise gegen die Nutzungsbedingungen der Anbieter verstößt.

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Name: Roderick King

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